Verabschiedung von Klaus Bratengeyer aus dem Prädikantendienst

Verabschiedung von Klaus Bratengeyer aus dem Prädikantendienst

Verabschiedung von Klaus Bratengeyer aus dem Prädikantendienst

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Verabschiedung von Klaus Bratengeyer aus dem Prädikantendienst

Für Klaus Bratengeyer ist die Bibel immer da am schönsten, wo sie eine plastische Geschichte zu erzählen hat. Zum Beispiel die von Jonas, der drei Tage und drei Nächte im Bauch eines großen Fisches verbringt.

Klaus Bratengeyer gestaltete über Jahrzehnte Gottesdienste und Andachten, 2022 absolvierte er im Bildungszentrum der Evangelischen Kirche von Westfalen in Villigst  seine die Ausbildung zum Prädikanten, also zum ehrenamtlichen Laienprediger.

Jetzt verabschiedete die Evangelische Kirchengemeinde Bratengeyer offiziell aus diesem Amt. Viele Gemeindeglieder kamen, um ihm für seinen Dienst zu danken „und dafür, dass er so vielen Menschen damit Mut gemacht hat“, so Pfarrerin Regine Vogtmann. Während des Gottesdienstes im Friedenshaus betonte sie, dass die Verabschiedung niemandem leichtfalle, aber nötig sei. Denn mit dem Erreichen des 75. Geburtstags müssen Prädikanten nach den kirchlichen Regeln aus dem Dienst ausscheiden.

„Gerne hätte ich das noch weiter gemacht“, sagte Klaus Bratengeyer bei seiner Verabschiedung. Künftig wolle er aber weiterhin immer mal wieder Gottesdienste gestalten. Dazu zählen auch der Abendgottesdienst in Appelhülsen sowie die Andachten in den Seniorenheimen. Taufen und Abendmahlsfeiern darf er nach den kirchlichen Vorgaben allerdings nicht mehr übernehmen.

Mit viel Leidenschaft übte Klaus Bratengeyer sein Amt als Laienprediger aus. „Das Evangelium und Gottes Wort können das Leben erhellen“, begründete er seine Entscheidung für die Ausbildung. Als Prädikant beschäftige man sich mit Bibelstellen, die sich mit eigenen Gedanken vertiefen und mit der Gemeinde teilen lassen.

Zu seinen Lieblingsversen in der Bibel gehört: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Das bedeutet bildlich, dass Gottes Wort als Orientierung wie eine kleine Leuchte ist, die den direkten nächsten Schritt ausleuchtet, und zugleich ein helles Licht ist, das den gesamten Lebensweg erhellt.

Über die „schöne Verabschiedung“ durch Pfarrerin Regine Vogtmann habe er sich sehr gefreut. Sie hatte ihn während der Ausbildung auch als Mentorin begleitet. An der Segenshandlung wirkten sein Kollege im Prädikantendienst, Jürgen Saget, sowie Presbyterin Gaby Gers bei den Lesungen mit. 

Im Anschluss an den Gottesdienst mussten im Gemeindehaus noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Bei Kirschstreusel und Kaffee war überall viel Bedauern über diese Verabschiedung zu hören gewesen.

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